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Wichtige Begriffe
Kalibrierung
Kalibrieren in der Messtechnik bedeutet, die Meßabweichung am vollständigen Meßgerät festzustellen. Beim Kalibrieren erfolgt kein technischer Eingriff am Meßgerät. Bei anzeigenden Meßgeräten wird durch das Kalibrieren die Meßabweichung zwischen Anzeige und dem als richtig geltenden Wert der Meßgröße festgestellt.


Justierung
Ein Meßgerät (oder Maßverkörperung) wird so eingestellt bzw. abgeglichen, dass die Meßabweichungen möglichst klein werden oder dass die Beträge der Meßabweichungen die Fehlergrenzen nicht überschreiten. Das Justieren erfordert also einen Eingriff, der das Messgerät oder die Maßverkörperung bleibend verändert.


Eichung
Das Eichen eines Meßgerätes (oder Maßverkörperung) umfaßt die von der zuständigen Eichbehörde nach den Eichvorschriften vorzunehmende Prüfungen und die Stempelung. Durch die Prüfung wird festgestellt, ob das vorgelegte Meßgerät den Eichvorschriften entspricht, das heisst ob es den an seine Beschaffenheit und seine meßtechnischen Eigenschaften zu stellenden Anforderungen genügt, insbesondere ob die Beträge der Meßabweichungen die Fehlergrenzen nicht überschreiten. Durch die Stempelung wird beurkundet, dass das Meßgerät zum Zeitpunkt der Prüfung diesen Anforderungen genügt hat und das aufgrund seiner Beschaffenheit zu erwarten ist, dass es bei einer Handhabung entsprechend den Regeln der Technik innerhalb der Nacheichfrist in dem angegebenen Toleranzbereich bleibt. Welche Messgeräte der Eichpflicht unterliegen und welche davon befreit sind, ist gesetzlich geregelt.


Rückführung (DKD-6)
Vorgang, Meßergebnisse durch eine ununterbrochene Kette von Kalibrierungen auf nationale und internationale Normale zu beziehen.


Nationales Normal (Internationales Wörterbuch der Metrologie, 2.Auflage 1994, 6.3)
Normal, das in einem Land durch nationalen Beschluß als Basis zur Festlegung der Werte aller anderen Normale der betreffenden Größe anerkannt ist.


Bezugsnormal (Internationales Wörterbuch der Metrologie, 2. Auflage 1994, 6.6)
Normal, im allgemeinen von der höchsten verfügbaren Genauigkeit an einem betrachtenten Ort oder einer Organisation, von dem dort Messungen abgeleitet werden.


Gebrauchsnormal (Internationales Wörterbuch der Metrologie, 2. Auflage 1994, 6.7)
Normal, das routinemäßig benutzt wird, um Maßverkörperungen, Meßgeräte oder Referenzmaterialien zu kalibrieren oder zu prüfen.


Meßunsicherheit (Internationales Wörterbuch der Metrologie, 2. Auflage 1994 3.9)
Dem Meßergebnis zugeordneter Parameter, der die Streuung der Werte kennzeichnet, die vernünftigerweise der Meßgröße zugeordnet werden könnte.


Kleinstmögliche Meßunsicherheit (DKD-6)
Meßunsicherheit, die einem Laboratorium für jede Meßgröße sowie festgelegte Meßbereiche aufgrund der Beurteilung des Meßunsicherheitsbudgets und ggf. durchgeführter Vergleichsmessungen als kleinstmögliche Meßunsicherheit zuerkannt wird.


Für nähere Erläuterungen zu den Aufgaben der PTB (Physikalisch-Technische Bundesanstalt) bzw. dem DKD (Deutscher Kalibrierdienst) siehe auch http://www.ptb.de oder http://www.dkd.ptb.de.
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